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Verschiedene Produkttypen der Riester-Vorsorge
Banksparpläne:
Banksparpläne gelten als die sichersten Riester-Produkte. Zwar zeichnen sie sich nicht durch üppige Renditen aus, bestechen jedoch durch hohe Sicherheit und Flexibilität, und sind vor allem besser kalkulierbar als andere Riester-Produkte.
Der Banksparplan funktioniert nach dem selben Prinzip wie ein handelsüblicher Sparbrief. Der Sparer zahlt monatlich einen bestimmten Betrag auf ein Konto ein und profitiert von den Zinsen, die ihm in der Regel am Jahresende gutgeschrieben werden. Die Zinssätze sind entweder an einen festen Referenzzins gebunden oder variabel. Die Ertragschancen der Riester-Sparplane sind nicht gerade hoch. Die Renditen liegen derzeit bei ca. 4 Prozent. Die eingezahlten Beiträge sind jedoch vor möglichen Verlusten geschützt und auch die prinzipielle Verfügbarkeit des Geldes für einen Vertragswechsel oder bei Entnahmen zur Immobilienfinanzierung ist von Vorteil.
Fondssparpläne:
Die Renditechancen von Aktienfonds-Sparplänen sind im Verhältnis zu den anderen Riesterprodukten am höchsten, jedoch auch mit entsprechend höheren Risiken verbunden.
Investmentfonds sind den Schwankungen der Börse unterworfen. Wer in der Ansparphase kurzfristig an sein eingezahltes Geld (zur Entnahme für die Immobilienfinanzierung oder zwecks Anbieterwechsel) heran will, dem kann es passieren, dass bei einem Börsentief nicht mal das eingezahlte Kapital verfügbar ist. Bei einem Börsenhoch ist jedoch mit satten Gewinnen zu rechnen.
Aufgrund der Börsenschwankungen sind Fondssparpläne vor allem für junge, chancenorientierte Sparer geeignet. Sie können vorübergehende Tiefs an den Börsen aussitzen, wenn sie zwischendurch nicht an das Geld heran müssen.
Rentenversicherungen:
Die klassische Riester-Rentenversicherung bietet dem Sparer ein hohes Maß an Sicherheit. Der Sparer zahlt regelmäßige Beiträge in die Versicherung ein und erhält im Rentenalter (frühestens mit 60 Jahren) eine lebenslange Rente. Diese besteht aus einem sicheren Garantieteil und einem Überschussanteil, der jedoch vom Versicherer gekürzt werden kann. Riester-Rentenversicherungen sind jedoch sehr unflexibel. Wer den Vertrag während der Ansparphase kündigen oder wechseln will, kann aufgrund erhebliche Verluste einfahren. Denn vor allem in den Anfangsjahren sind die Policen mit Abschlusskosten belastet. Wer also unentschlossen ist oder eventuell in Zukunft Kapital für ein Bauvorhaben entnehmen will, sollte ein anderes Riester-Produkt ins Auge fassen.
Für sicherheitsbewusste Anleger hingegen, die sich bereits sicher sind, dass sie den Vertrag bis zum Renteneintritt erfüllen werden, ist eine Rentenversicherung sinnvoll.
Fondspolicen:
Riester-Fondspolicen sind eine Kombination aus klassischer Rentenversicherung und Fondssparplan. Der Sparer zahlt dabei regelmäßige Beiträge in die Fondspolice ein. Der Versicherer zweigt dann einen Teil für den Risikoschutz ab, einen weiteren für Kosten und investiert nur den verbleibenden Beitragsteil in Fonds. Wie hoch dabei die Erträge sind, hängt von der Börsenentwicklung, der Fondsauswahl und der Höhe der in den Fonds investierten Beitragsanteile. Policen mit hohem Fondsanteil bieten hierbei größere Ertragschancen. Von Vorteil ist, dass der Anleger bei einer Reihe von Policen seinen Beitrag auf mehrere Fonds verteilen, und somit sein Anlagerisiko steuern kann. Nachteilig an Fondspolicen ist, dass der Versicherte sowohl das Versicherungsunternehmen als auch die Fondsgesellschaft mit seinen Beiträgen bezahlt. Die entstehenden Verwaltungskosten können die Gewinne erheblich mindern. Diese Kostenbelastung und die möglichen Anlageverluste in der Ansparphase schränken die Flexibilität des Anlegers enorm ein. Zudem sind bei Wechsels des Fonds oder des Anbieters hohe Gebühren keine Seltenheit. Aus diesen Gründen sollte die Auswahl des Anbieters sehr sorgfältig vorgenommen werden. Für erfahrene und risikoorientierte Anleger, die auf eine Kapitalentnahme verzichten und auch keinen Anbieterwechsel anstreben, gibt es jedoch kostengünstige Produkte mit hohem Fondsanteil und guten Renditechancen.
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